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Moshe Zuckermann über sein neuestes Buch „Antisemit! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“

Moshe Zuckermann äusserte sich freilich auch zum Hamburger „Antisemitismus-Skandal“, den sich das Soli-Café B5 durch die Verhinderung des Filmes Warum Israel von Claude Lanzmann geleistet haben soll:

http://www.steinbergrecherche.com/judaeophobie.htm#ANTISEMIT

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„Wir brauchen keine Opposition, weil wir sind schon Demokraten“

Im Folgenden präsentiere ich Euch nun einen Ausschnitt aus dem herrlichen Stück „1705“ (Gerhard Polt). Irgendwie musste ich da an ganz bestimmte (Hamburger) „Unzumutbarkeiten“ denken…

Auch heute stehen wir wieder vor schwierigen Aufgaben, die sehr schwierig sind, weil nicht nur der äußere Feind uns bedroht, sondern der innere Feind, der wo aber auch von außen kommt, aber bereits schon bei uns herin ist. Es ist zwar nur eine Minderheit, aber die ist es, welche die Mehrheit terrorisieren will, und deshalb erkennt man sehr schnell, dass diese Minderheit der innere Feind ist. Überall sitzt er drin, wie zum Beispiel im Fernsehen, wo man der Mehrheit unserer Bürger faule Fleischreste zeigt,  mit Würmern und Trichinen, und das tut man, damit uns der Appetit vergeht und mia Kerndl fressen und unsere Landwirte kein Fleisch mehr verkaufen. Diese Kerndlfresser sind nur ein Beispiel, wie eine Minderheit uns schikaniert und man zum Psychiater gehen muß, damit einem beim Anblick von einem Schnitzel nicht schlecht wird. Und genau dieselben sind es auch, welche die Biergärten schließen wollen, weil es ihnen nicht paßt, dass die Mehrheit an einem Bier eine Freud hat, obwohl man in diesem Land sich aus Tradition zum Bier bekennt und es weit über tausend Jahre aus kultureller Verantwortung trinkt.

[…]
 
Wir in Bayern sind doch eine Demokratie, wo kein Mensch gezwungen wird, eine Minderheit zu werden, jeder hat das Recht, sich zur Mehrheit zu bekennen und sich anständig zu benehmen, und wenn er das tut, dann braucht er kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er in aller Ruhe einen Schweinsbraten ißt und einige Bier dazu trinkt, dann waren auch die Opfer von 1705 nicht umsonst.
 
(Ausschnitt aus „1705“ in: Gerhard Polt, Circus Maximus – das gesammelte Werk, Fischer Taschenbuch Verlag, 2. Auflage, 2005, S. 31f; dieser Textausschnitt weicht ein wenig ab von der unten aufgeführten Polt-„Performance“)
Na denn Prost!
😉
 
 
 

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Eingeordnet unter Antideutsche vs. Anti-Imps, Antideutsche vs. Antiimperialismus

Hamburger Unzumutbarkeiten

gelesen in der Neues Deutschland:

»Wir sind ein Kino und keine politische Gruppe«, betont Martin Schnitzer*, Mitglied im 15-köpfigen B-Movie-Kollektiv, der sich von dem »aggressiven Auftreten« der Blockierer vom 25. Oktober bedroht gefühlt hat. »Wir machen uns nicht gemein mit den Antideutschen oder den Antiimps«, grenzt sich der Cineast von beiden Lagern ab. »Uns geht es darum, die Meinungsfreiheit zu verteidigen«, sagt Schnitzer, bevor er sich wieder den Gästen der Filmaufführung zuwendet.

Welche Meinungsfreiheit gilt und galt es denn im B-Movie zu verteidigen? Doch nicht etwa die der „Kritikmaximierung“? Und das lässt dann ein Kino gänzlich „unpolitisch“ erscheinen? Und der jahrelange, Brigittenstraßen-interne Nachbarschaftsstreit zwischen dem Kino und der B5 hatte natürlich auch nichts mit der „Kritikmaximierungs“-Veranstaltung zu tun…

Wer soll denn diesen Scheiß noch glauben?

Und wie es um die Meinungsfreiheit im B-Movie selbst steht, lässt sich in meinem BlogBloß keine Kritik an der Kritikmaximierung!“ nachlesen.

Daher: Kein weiterer Kommentar mehr dazu.

* ein Mann, der offenbar nicht nur weiß, dass alle B5ler Antisemiten sind – er kennt auch den Geschmack der  Programmkinogänger wie kein anderer: „Französische Filme? Schaut sich kein Schwanz an!“

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