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Die masturbatorischen Phantasien eines Henryk M. Broder

Hier ein Auszug aus seinem Online-Artikel

Norman’s Beach Club in Gaza

(29.05.2010   19:53)

[…]

Auf dem kurzen Weg dahin können sich die Teilnehmer der Friedensmission in masturbatorische Phantasien hineinsteigern (”…die Marine soll sich bereits intensiv auf unser Kommen vorbereiten, um uns den Zugang nach Gaza zu versperren, sie bereiten angeblich schon Einzelzellen in Ashdod für uns vor…“), wohl wissend, dass ihnen kein Haar gekrümmt wird. [Hervorhebung und Kursivierung von mir]

Nach der Ankunft in Gaza werden sie nicht nur von einigen Funtionären der Hamas herzlich empfangen, sondern auch im besten Haus am Platz akkomodiert werden, im Roots Club, wo neue Maßstäbe für Gastlichkeit gesetzt werden. Das werden vor allem die beiden weiblichen MdBs der LINKEN zu schätzen wissen, die sich die sanitären Anlagen auf ihrem Schiff mit Dutzenden von Männern teilen mussten, die von ihren Müttern nicht zu Sitzpinklern erzogen wurden.

Beim Abendessen („Food is our passion“) werden die Teilnehmer der Friedensmission über die katastrophale Versorgungslage in Gaza aufgeklärt werden. Mit etwas Glück und gutem Timing werden sie auch die Gelegenheit bekommen, einer Hinrichtung von Kollaborateuren beiwohnen zu können, ein Zeichen von Gastfreundschaft, das nur ganz besonderen Freunden gewährt wird. Allerdings: Der Völkerrechtler Norman Paech, der ebenfalls an der Reise teilnimmt und über die Higlights in einem online-Tagebuch berichtet, soll, ebenso wie sein Freund, der Schriftsteller und Menschenrechtler Henning Mankell, bereits gebeten haben, ihn von diesem Programmpunkt zu entbinden. Statt dessen möchten die beiden lieber ein Waisenheim besuchen, in dem Kinder leben, die ihre Eltern während des letzten Gaza-Krieges verloren haben.

So wird während der Reise jedem etwas geboten werden, auch der 85jährigen “Auschwitzüberlebenden” Hedy Epstein, die mit einem eigenen Leibarzt reist, der ihr leider nicht zur Verfügung stand, als die “Bürgerrechtlerin” seinerzeit an der Rampe von Birkenau entladen wurde. Laut Wikipedia freilich entkam sie mit einem Kindertransport nach England. Das war auch schrecklich, aber “Auschwitz” klingt einfach besser – wegen der historischen Parallele zum Ghetto von Gaza.

Wie die ganze Sache ausgeht, kann niemand voraussagen. Aber eines steht jetzt schon fest: Die nächste “Solidaritätsflotte” wird bald wieder in See stechen. Und das Ziel wird wieder Gaza sein, wo demnächst ein neues Luxus-Restaurant eröffnet wird: “Norman’s Beach Club”.

An dieser Stelle möchte ich dann doch den „bayerischen Rebellen“ Hans Söllner zitieren, der sich einst mit einem Lied mit dem netten Titel  „Obba olle sama Wichsa“ an Heiner Geißler wandte, der einmal behauptet hatte, dass der Pazifismus der 30erJahre  zu Ausschwitz geführt hätte:

Obba olle sama Wichsa und a jeder woaß wie´s geht, da oane wichst im Sitzen, hey da andre wichst im Steh– mir wichsen bis mehr hi san, macht nix is ja schee —  ober Sie onanieren geistig und davon wird ma bled.

 

Und hier der ganze Song vom Hansi – er sei hiermit dem Herrn Broder gewidmet:

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