Archiv der Kategorie: Antideutsche vs. Anti-Imps

Islamophober Schmäh-Schmodder vom Feinsten…

… wird den Leser hier wohl erwarten – wie bereits ein flüchtiger Blick auf  das aktuelle Cover der „einzigen linken Publikumszeitschrift Deutschlands“ vermuten lässt.

Nichts Neues also an der (anti-)deutschen (Kriegs-)Front.

 

Nachträglich hinzugefügt (am 17.12.2011) wird von mir nun dieser Link: http://ofenschlot.blogsport.de/2011/12/02/so-gehts/    Hier wird auf einen kritischen Leserkommentar hingewiesen, der meinen Verdacht bestätigt. Ich selbst weigere mich ja schon seit geraumer Zeit, dieses pseudo-linke Schmierblatt überhaupt zu lesen. Mir wird schon beim Betrachten der Cover regelmäßig schlecht.

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(Anti-) Deutsche und die Polizei

Über den (anti-) deutschen Hang zum Diffamieren und Denunzieren. Hauptsache, es geht gegen Linke.

http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=9584&Itemid=252

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(Anti-)Deutsche über Anti-Imps

Heute wurde ich an der S-Bahnstation Sternschanze (Hamburg, Mitte) unfreiwillig zum „Ohrenzeugen“ des nun folgenden Ausschnitts eines unglaublich „intelligenten und aufgeklärten“ Monologs, der aus dem Munde eines überzeugten (Anti-) Deutschen zu vernehmen war und sich an einen „gleichgesinnten Anti-Antiimp“ richtete:

„…und dann hat der Depp so´n saudummen Aufnäher gehabt, da stand dann drauf >antinational statt antideutsch<. Typisch dummer, linker Spruch. Einfach unglaublich dumm, die Linken.“ 

Freilich, dieser Aufnäher „antinational statt antideutsch“ mag bei vielen zunächst für Verwirrung sorgen. Ist das „Deutsche“ nicht gerade untrennbar von der „deutschen Nation“? (Der Autor distanziert sich ausdrücklich von solchen Annahmen und Kurzschlüssen.) Bedeutet das nun, dass man ruhig „deutsch“ denken, aber auf keinen Fall „national“ empfinden und handeln darf bzw. soll? Hagen Rether würde jetzt vielleicht eine seiner berühmten rhetorischen Fragen formulieren: „Where is the f*** difference?“.

Hmmm…ich vermute mal, er würde diese Frage doch nicht stellen. Weil ich ihm zutraue, dass er den Unterschied zwischen „antinational“ und „antideutsch“ kennt.

Und: auch wenn mir nicht so ganz klar geworden ist, weshalb es auf jeden Fall dümmer sein muss, antinational bzw. anti-imperialistisch zu denken als etwa (anti-) deutsch —  eines wurde mir dann doch ziemlich schnell klar, nachdem ich diesem jung´schen Anti-Anti-Imp zugehört habe: „links“ zu sein, das bedeutete für ihn wohl eher soviel wie einfach nur unglaublich „dumm“ zu sein.

Öha.

Da ist es also viel intelligenter mit Aufnähern oder Anstecknadeln rumzulaufen, auf denen dann die US-Flagge prangt (die blitzte an seinem Revers) oder besonders feingeistige Sprüche wie „Deutschland wegbomben“ (das war auf seiner Umhängetasche in etwas ungelenker Krakelschrift zu lesen) zu finden sind. Schon klar. Und da wundere sich noch einer überhaupt über irgendetwas. Schwarz-weiß denken is´halt wesentlich einfacher. Strengt das Hirn auch nicht sonderlich an. Dass die beiden Jungens aber eventuell bereits vielfach in den Genuß freigeistiger Errungenschaften „linker“ Bewegungen gekommen sind, mag ihnen völlig egal sein. Oder wissen sie es einfach nicht? Ich tippe mal auf letzteres…

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„Wir brauchen keine Opposition, weil wir sind schon Demokraten“

Im Folgenden präsentiere ich Euch nun einen Ausschnitt aus dem herrlichen Stück „1705“ (Gerhard Polt). Irgendwie musste ich da an ganz bestimmte (Hamburger) „Unzumutbarkeiten“ denken…

Auch heute stehen wir wieder vor schwierigen Aufgaben, die sehr schwierig sind, weil nicht nur der äußere Feind uns bedroht, sondern der innere Feind, der wo aber auch von außen kommt, aber bereits schon bei uns herin ist. Es ist zwar nur eine Minderheit, aber die ist es, welche die Mehrheit terrorisieren will, und deshalb erkennt man sehr schnell, dass diese Minderheit der innere Feind ist. Überall sitzt er drin, wie zum Beispiel im Fernsehen, wo man der Mehrheit unserer Bürger faule Fleischreste zeigt,  mit Würmern und Trichinen, und das tut man, damit uns der Appetit vergeht und mia Kerndl fressen und unsere Landwirte kein Fleisch mehr verkaufen. Diese Kerndlfresser sind nur ein Beispiel, wie eine Minderheit uns schikaniert und man zum Psychiater gehen muß, damit einem beim Anblick von einem Schnitzel nicht schlecht wird. Und genau dieselben sind es auch, welche die Biergärten schließen wollen, weil es ihnen nicht paßt, dass die Mehrheit an einem Bier eine Freud hat, obwohl man in diesem Land sich aus Tradition zum Bier bekennt und es weit über tausend Jahre aus kultureller Verantwortung trinkt.

[…]
 
Wir in Bayern sind doch eine Demokratie, wo kein Mensch gezwungen wird, eine Minderheit zu werden, jeder hat das Recht, sich zur Mehrheit zu bekennen und sich anständig zu benehmen, und wenn er das tut, dann braucht er kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er in aller Ruhe einen Schweinsbraten ißt und einige Bier dazu trinkt, dann waren auch die Opfer von 1705 nicht umsonst.
 
(Ausschnitt aus „1705“ in: Gerhard Polt, Circus Maximus – das gesammelte Werk, Fischer Taschenbuch Verlag, 2. Auflage, 2005, S. 31f; dieser Textausschnitt weicht ein wenig ab von der unten aufgeführten Polt-„Performance“)
Na denn Prost!
😉
 
 
 

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What the f*** heißt eigentlich „Solidarität mit…“?

Gestern fand sie also statt, die groß angekündigte Demo des „Bündnisses gegen Hamburger Unzumutbarkeiten“. Wie zu erwarten war, wurden auch fleißig Fähnlein geschwenkt. Auf beiden Seiten versteht sich. Nein, überraschend war an dieser Veranstaltung wahrlich rein gar nichts. Stupide Solidaritätsbekundungen auf beiden Seiten. Ich frage mich nur, woher diese  überambitionierte Israel- bzw. Palästina-Affinität vieler DemonstrantInnen und GegendemonstrantInnen herrühren mag. Ich rede explizit über Transpis mit Aufschriften wie: „Solidarität mit Israel!“. Was genau meinen diese jungen (und etwas älteren), „aufgeklärten“ Menschen eigentlich damit? Mit wem oder was wird sich denn da solidarisiert? Mit dem Staat Israel? Mit der israelischen Polit-Kultur? Mit der Besatzungsrealität? Mit der nicht enden wollenden Gewaltspirale? Mit dem israelischen Militär? Und was meinen die anderen eigentlich damit, wenn sie sich mit DEN Palästinensern solidarisieren?

Für mich machen solche Solidaritätsbekundungen – mit Verlaub – gerade mal genauso viel Sinn, wie Solidaritätsbekundungen für – sagen wir mal: „Frauen“, „Kinder“ oder auch „doppelseitiges Klebeband“. Geht´s vielleicht auch ein bisschen genauer und differenzierter? Ok, ok: kurze, knappe Idiologeme lassen sich besser schreien und auf ein Transpi malen – alles andere wäre ja auch wirklich zu müßig…

Ja, wirklich?

Tja, wenn man ein wenig mehr darüber nachdenken würde, dann bekäme man wohl auch sehr schnell ein Problem mit dieser stark verkürzten Denkweise. Dann würde man auch etwas Abstand von einer uneingeschränkten Solidaritätsbekundung nehmen. Dann würde man keine Nationalflaggen mehr schwenken, keine mehr verbrennen – keine mehr auf Klopapierrollen malen und sich nicht gegenseitig bekriegen und verprügeln…(naja, schön wär´s zumindest…) Es sei denn, tja es sei denn, man WILL es – oder aber gibt es vielleicht einen einfacheren Grund dafür?

JA! Mit Ideologien lebt´s sich halt leichter. Der Mensch braucht den Mythos – und wenns sein muß, dann kramt er ihn aus der Grabbelkiste der 70er hervor (oder er bedient sich der großen, religiösen Metaerzählungen).

Ein K(r)ampf von Mythos gegen Mythos – Ideologie gegen Ideologie. Nichts anderes hat sich gestern zugetragen.

Silke Opfer bringt es dabei eher unfreiwillig auf den „Punkt“: „Ich bin gegen die antizionistische Haltung der B5-Leute, deshalb demonstriere ich“, sagte die 39-Jährige.(sal)

Aha. Alles klar. Schon verstanden. Sie sagt das ja auch schon so, als ob damit schon alles gesagt wäre. Ist es das wirklich?

Also ich kann nur sagen, dass ich gegen Rosinen in meinem Kaiserschmarrn bin, keine Lakritze mag, gegen Studiengebühren und gegen die Todestrafe bin, gegen staatlich (und sonstwie) angeordnete Folter – und ja, natürlich auch gegen Antisemitismus – das sind so ziemlich die Dinge, bei denen ich mir SICHER bin, dass sie für mich nicht klar gehen. Natürlich würde ich nicht gegen Lakritze und Rosinen auf die Straße gehen, weil andere Leute das ja vielleicht ganz lecker finden. Aber andererseits: Wie käme ich denn dazu, grundsätzlich gegen die antizionistische Haltung anderer Menschen zu sein und dann dagegen auf der Straße zu protestieren? Versteh ich nicht. Weiß denn die gute Frau überhaupt, dass es auch antizionistische Juden* und Israelis gibt? Und weiß sie denn auch, dass eine antizionistische Haltung nicht unbedingt gleichbedeutend ist mit der Verweigerung des Existenzrechts Israels? Es gibt freilich verschiedenste Formen und Ausprägungen des Antizionismus‘.  Einige mögen auch sicherlich nicht weit entfernt von antisemitischem Gedankengut sein. Dennoch: die Gründe für eine antizionistische Einstellung sind oftmals sehr verschieden. Dabei wäre zu klären, wie es nun tatsächlich um die spezielle politische Gesinnung der Antiimperialisten aus der B5 bestellt ist. Aber ach, ich bezweifle ja, dass das Frau Opfer überhaupt interessiert. Aber, so viel steht immerhin für sie fest: sie ist „dagegen“. Wahrscheinlich auch, weil sie – wie so viele anderen „erleuchteten“ Menschen – Antisemitismus und Antizionismus in einen Topf wirft. Ich vermute mal, Frau Opfer geht auf die Straße, weil sie denkt, dass das was sie da tut, ein wichtiger Schritt gegen den Antisemitismus ist. Und in ihren Augen sind die Leute der B5 nicht weit vom Antisemitismus entfernt. Woher aber weiß Frau Opfer das? Ach so ja, stand ja in der Zeitung…

Sind Antiimperialisten, da ja alle Antizionisten (alles andere wäre ja auch ein bisschen unlogisch) auch Antisemiten? Ist das so? Die für viele reichlich unbequeme Antwort auf diese Frage lautet: NEIN!

Interessant wäre für mich allerdings im Gegenzug die Beantwortung der Frage, ob sie (Frau Opfer muß hier nun leider als „Fallbeispiel“ herhalten!) denn eigentlich nicht vielmehr gegen, sorry, ich nenne es jetzt mal das Existenzrecht der B5 auf die Straße geht und auch sonst grundsätzlich gegen eine antizionistische Haltung (also auch gegen die einiger Juden und Israelis) ist. Und warum?

Kann und darf es nur einen Judenstaat geben? Haben die Palästinenser nicht etwa auch das Recht auf einen eigenen Staat? Ist Israel denn tatsächlich der versprochene sichere Ort für Juden geworden? Wenn nein (und das zeigt uns leider die Realität) – was könnte man dann dagegen unternehmen? Mehr Mauern bauen? Mehr Bomben abwerfen? Eine rigorose Trennung von Moslems, Christen und Juden anstreben? Geht das überhaupt? Wenn nein – weshalb nicht?

Aber halt! Das sind schon wieder viel zu viele Fragen.

Denn: Es geht halt nichts über ein klares und einfaches Weltbild.

Ach ja: Immerhin meldete sich Lanzmann wieder mal zu Wort und dankte den Veranstaltern für ihren „Mut“. Ja, das geht doch mal runter wie Öl, was? Wenn man schon selber nicht weiß, was man da tut, dann tut es doch gut, wenn man von jemandem wie Lanzmann gesagt bekommt, dass es gut ist, was man tut.

Da kann man wieder beruhigt ins Bettchen gehen, sich selbst auf die Schulter klopfen und seelig die Äuglein schließen.

Na denn: gute Nacht!

* zu nennen wären hier etwa Moshe Zuckermann (Post-Zionist, Verfechter bzw. Befürworter der Ein-Staaten-Lösung – was somit  nicht mehr für den „Jüdischen Staat“ „Judenstaat“ spräche), Noam Chomsky (kritisiert den Zionismus grundsätzlich) und eine Vielzahl (ultra-) orthodoxer Juden, die den Zionismus bekämpfen, weil er sich nicht mit ihrem Glauben vereinbaren lässt.

„Kurzer“ Nachtrag:

Sollte es tatsächlich stimmen, dass einige unter den Pro-Israel-Demonstranten Dinge wie „IDF, USA, auf die Fresse – Antifa!“ oder dergleichen gebrüllt haben: (Mal abgesehen davon, dass dies mal wieder zeigt, dass es offenbar immer noch dümmer geht) Voran! Voran! Wie wär´s mit einem freiwilligen, militärischen Einsatz in Krisengebieten? Aber nicht in einem halbwegs sicheren Panzer – oder per Knopfdruck einfach mal so ein paar Bomben abwerfen – nene, so richtig im Matsch mit Arschwasser – und dann Raketenbeschuss und Mörserangriff von oben. Aber soweit kommt´s ja nicht bei den meisten Wohlstandsbengeln (ja, ich gebe zu – das ist eine Unterstellung)  und Freizeit-„Revoluzzern“. Aufmucken is da in der Brigittenstraße wesentlich einfacher – anschließend geht man vielleicht noch auf ne Party in die Rote Flora zum Absteppen und Sekt-Süffeln „gegen die Gesamtscheiße“ (harr-harr, so sieht sie aus, die Wohlstandsrevolution!), stampft dann munter zu stupider Electro-Mucke und wedelt sich einen auf den eigenen „mutigen und heldenhaften“ Einsatz gegen den Antisemitismus.

Tja, da kann einem nur schlecht werden bei so viel Heldentum.

Unterhaltet Euch mal lieber mit den Menschen in Israel. Die Mehrheit will keinen Krieg, sondern einfach nur ein normales Leben leben. Leider hört man ja nur hin, wenn Fanatiker in die Welt hinausblöken. So wie gestern. So wie am 25. Oktober. So wie immer.

Zum Kotzen.

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(Anti-)Deutschtümelei vs. Antiimperialismus

Ich habe bereits im Anhang meines Blogs „Bloss keine Kritik an der Kritikmaximierung!“ auf das Buch „Sie warn die Antideutschesten der deutschen Linken“ aufmerksam gemacht.

Auf der Suche nach dem Verhältnis zwischen Antiimperialisten und Antideutschen wird man dort sehr schnell fündig:

Wolf Wetzel bringt es dabei auf Seite 126 auf den Punkt: „Wo Antideutsche aufklären, hat Antiimperialismus nichts mehr zu suchen.“  In seinem Beitrag „Vom linken Bellizismus zum anti-deutschen BefreiungsImperialimus“ übt er heftige Kritik an den Befürwortern des Krieges gegen den „islamistischen Terror“.

Wetzel fühlt dabei auch dem offensichtlichen Widerspruch dieser „linken“ und antideutschen Position auf den Zahn, Kapitalismuskritik mit der uneingeschränkten, Nationalflaggen schwenkenden Solidarität mit eben jenen Ländern vereinen zu wollen, die zu den mächtigsten „Kernländern des Kapitalismus“ zählen:

Was gemeinhin für unmöglich gehalten wird, gelingt unter Zuhilfenahme bürgerlicher Zivilisationstheorien durchaus. Ein Dreisatz. Als erstes kappt man die Verbindung und Wechselwirkung zwischen imperialistischer Ökonomie und US-alliierten Kriegen: „Der Verweis auf angeblich imperialistische US-Interessen im afghanischen Wüstensand verdreht Ursache und Wirkung der aktuellen Entwicklung. […] Dieser Krieg ist die Antwort auf einen konkreten und in dieser Form bisher nicht dagewesenen Angriff…“ (Albertini, Jungle World, 17.10.01)

Im zweiten Schritt behauptet man, die Angriffe des 11.9.2001 seien eine Kriegserklärung an den gottlosen American Way of Life, gegen die man das in der US-Verfassung verbürgte Recht auf Glück hochhalten soll, ein Angriff auf die antisemitisch konnotierte >Moderne<, deren Schutzwürdigkeit im Staat Israel seine kristalline Form angenommen hat. Dem gegenüber setzt man eine islamische Welt, die von (feudaler) Rückständigkeit, göttlichem Wahn und antisemitisch aufgeladenem Märtyrer-Mythos geprägt ist.

Zu guter Letzt fliegen die US-alliierten Bomber im Geist antideutscher Aufklärung Angriffe auf Staaten und Gesellschaften, die das westliche Abendland glücklich und stolz hinter sich gelassen hat.

Wer die Welt so zeichnet, tut sich nicht mehr schwer, mit Journalisten des Springer-Verlages, mit dem Vorsitzenden des Zionistischen Verbandes Deutschlands, Rene Pollack, an einem Strang zu ziehen und die >bewaffnete Selbstverteidigung Israels als Kristallationspunkt eines weltweiten Kampfes gegen den barbarischen Antikapitalismus< (Bahamas-Redaktion) zu verkünden.

(Kursivierung und Hervorhebung von mir)

Nun ist es aber nicht nur so, dass man jenen Antideutschen lediglich vorhalten könnte, an einem zivilisationstheoretischen Fortschrittsglauben festzuhalten (das kann und darf, wer unbedingt möchte und es einfach nicht besser weiß) – es ist doch vielmehr so, dass ihrer Rhetorik eben jene ARROGANZ der Mächtigen und „Aufgeklärten“ anhaftet, die so gar nicht zu einem kritischen (vor allem jedoch herrschaftskritischen) Denken der Linken passt. Kriege werden zum notwendigen und „kleineren“ Übel stilisiert – und das alles zum Wohle der „ach-so-guten-Achse-des-Guten“. Ich nenne das schlichtweg Heuchelei. (Oder muss man hier einfach nur von einer grenzenlosen Dummheit ausgehen? Um an dieser Stelle den berühmten, abschließenden Satz von Gerhard Polt aus „Gummibärli-Automat“ zu zitieren: „Ich weiß es nicht. Vielleicht wissen´s Sie?“)

In diesem Sinne: Für eine Kritik an der „Kritikmaximierung“! Für kritisches Denken – gerade dort, wo man meint, es bereits „maximiert“ zu haben – oder sich einbildet, es zu maximieren!

Und an all jene, die immer noch meinen, andere unbedingt diffamieren zu müssen, um ihr Ziel zu erreichen – hier ein nettes Video (auch und gerade zum Thema „Heuchelei“):

 

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