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Du sollst nicht schwängern, sondern töten!

Hach, was hab ich mich heute mal wieder „amüsiert“, als ich davon erfahren habe, dass der US-Kommandeur  Anthony Cucolo Schwangerschaften in seiner Truppe im Nordirak bestrafen will. Will heißen: Sowohl die geschwängerten Soldatinnen, als auch deren „Befruchter“ sollen vor ein Militärgericht gezogen werden.

Der Grund hierfür: Dem Generalmajor gehen die Soldaten aus. Einige Soldatinnen würden angeblich „extra“ schwanger werden, um so schnell wie möglich wieder nach Hause geflogen zu werden (wenn´s tatsächlich so wäre – wer will´s ihnen denn eigentlich verübeln?). Allein im letzten Monat wurden ihm vier Schwangerschaften gemeldet – und bereits sieben männliche Soldaten wurden seit November letzten Jahres bestraft.

Man muss sich jetzt allerdings die Zahlen, über die wir hier sprechen näher vor Augen halten:

Cucolo befehligt ganze 22000 Männer und Frauen im Nordirak – wovon allerdings nur 1700 Frauen sind. Von diesen 1700 Frauen wurden also bereits mindestens vier schwanger. Die werdenden Mütter werden natürlich postwendend nach Hause geschickt; wenn man also bedenkt, dass erst noch ein paar Wochen und manchmal sogar Monate ins Land ziehen müssen, ehe die ein oder andere Soldatin bemerkt, dass sie schwanger ist…Ja, da kommt schon einiges zusammen…Äh, nicht nur wegen der Schwangerschaften: Manch einer soll ja auch Drogen und Alkohol (ja, und auch Frauen) mißbrauchen.

Bei vergewaltigten Soldatinnen wird natürlich von einer militärgerichtlichen Bestrafung abgesehen…na halleluja!

Aber hoffentlich dürfen diese dann im Falle einer Abtreibung trotzdem nach Hause fliegen, wenn sie es wollen – auch wenn sie dann den für Soldatinnen erforderlichen „medizinischen Status“ wieder erfüllen. Bleibt auch zu hoffen, dass jene Soldatin, die den Namen des Vaters ihres Kindes (nach Angaben des Generalmajors) nicht nannte – ihn zwar nennen konnte, aber aus wichtigen und für sie nützlichen Gründen (etwa: sie wollte, dass der Vater ihres Kindes nicht unehrenhaft und somit in eine unsichere Zukunft entlassen wird) nicht nennen wollte. Alles andere will ich mir nicht vorstellen.

„Ich brauche jeden Soldaten, den ich habe“, so der Generalmajor. „Jeder, der den Kampf vor der erwarteten Stationierungsdauer von zwölf Monaten verlässt, belastet seine Kameraden.“

Ein Verstoß gegen die Anordnung Cucolos könnte von einem Militärgericht als Verletzung eines allgemeinen Befehls gewertet und mit ein bis zwei Jahren Haft geahndet werden.

„Jeder, der diesen Kampf wegen einer persönlichen Entscheidung, die den medizinischen Status ändert, vorzeitig verlässt – oder dazu beiträgt – hält sich nicht an ein Schlüsselelement unseres Ethos‘: ‚Ich werde die Mission immer an erste Stelle setzen'“, so der Generalmajor in einer Stellungnahme.

Nur zur Erinnerung: Eine unehrenhafte Entlassung hat für den Soldaten oder die Soldatin äußerst unangenehme Folgen: Der Sold geht flöten, die Glitzer-Anstecknadeln und Orden auch, er bzw. sie bekommt keinen Job mehr beim Staat – und er bzw. sie wird gesellschaftlich geächtet.

Hach, es wird nicht lange dauern, dann werden Frauen ohne Gebärmutter einen Sonder-Bonus bei der US-Army erhalten (wenn sie es nicht schon längst tun) – und impotente Männer ebenfalls. Und die dennoch auf wundersame Weise gezeugten kleinen Erdenbürger werden dann in Armee-Kindergärten gesteckt (während Mommy und Daddy im Knast sitzen), wo sie schon von kleinauf das Auseinander- und Zusammenbauen ihrer Plastik-Wummen lernen, die den Originalen zum Verwechseln ähnlich sehen. Auch lassen sich Feindbilder besonders gut im noch prägungsintensiven Kindesalter aufbauen…

Denn: Früh übt sich – und jeder Einzelne wird im Krieg für die Achse des Guten benötigt!

(Kotz-würg!)

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